Ein paar Gedanken über distributive Gerechtigkeit

Deklarativ finden die meisten Menschen Ungleichheit schlecht. Dies betrifft insbesondere Ungleichheit bezüglich Rechten und Freiheiten, aber durchaus auch die Ungleichheit von Vermögen und Einkommen (auf die ich mich heute konzentrieren werde). Vor Kurzem erst versuchte man in der Süddeutschen eine Debatte anzustoßen über Besteuerung im Dienste distributiver Gerechtigkeit – sei es mit Fokus auf Erbschafts- oder Vermögenssteuern. Auch ich habe einst ein paar Zeilen zum Thema geschrieben und möchte erneut die paar Gedanken teilen, die mir durch den Kopf schwirren.

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Erben und Gerechtigkeit

Große Nachlässe, wie bspw. der, den Paris Hilton in Aussicht hat, werden oft als ungerecht empfunden. Interessanterweise vereint sich dieser Eindruck Vertreter sehr unterschiedlicher Weltsichten: von dem neoklassischen Ökonomen, Standardlehrbuch-Autor und Google-Chefökonom Hal Varian, über (bedingt) Warren Buffett, bis hin zu einem Freund von mir, einem erklärten Marxisten. Doch ist es wirklich so, dass das Erben, oder zumindest bestimmte Arten (Ausmaße) von Nachlässen, etwas Schlechtes sind? Weiterlesen „Erben und Gerechtigkeit“