Carsharing und die Grenzen der Effizienz-Orientierung

Als umweltbewusster Mensch ohne antimodernistische Tendenzen finde ich die Idee des Carsharing großartig. Ich wollte nie wirklich ein Auto haben, kann es aber nicht leugnen, dass ich gern Auto fahre und dass es hin und wieder praktisch ist, auf eines zurückgreifen zu können. Innerhalb der Stadt braucht man es kaum und zum Reisen meistens auch nicht – aber es gibt eben Ausnahmefälle, sei es ein Urlaub in einer schwer zugänglichen Almhütte oder ein Baumarkt-Einkauf. Aus Sicht der Nachhaltigkeit scheint es also eine tolle Lösung, dass man bei Bedarf ein Auto mieten kann, ohne es besitzen zu müssen. Doch was in Theorie so rosig wirkt, ist in der Praxis leider nur ein Teil der Lösung – und zwar nicht unbedingt der einfachste. Weiterlesen „Carsharing und die Grenzen der Effizienz-Orientierung“

Hoch lebe die Sharing Economy?

Teilen ist heutzutage in aller Munde. Angefangen mit der degrowth-Konferenz im letzten Herbst bis zu Business-Zeitschriften, in denen die Sharing Economy als einer der neuen, „grünen“ Trends gepriesen wird. Selten gibt es einen so breiten Konsens bei der Bewertung gesellschaftlicher Phänomene. Was einen sofort skeptisch machen sollte. Ist das überhaupt ein Konsens? Oder ist das Teilen der Einen nicht gleich der Sharing Economy der Anderen? Meinen Beobachtungen zufolge ist das Problem sogar etwas gravierender: „Teilen“ ist zzt. so en vogue, dass diese Bezeichnung sehr unterschiedlichen Phänomenen angehängt wird, die eigentlich auch sehr unterschiedlich zu bewerten sind. Und nicht unbedingt etwas mit Teilen zu tun haben. Weiterlesen „Hoch lebe die Sharing Economy?“