Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 2: Grenzen

Im vorherigen Beitrag habe ich versucht zu begründen, warum ich es (inzwischen) für sinnvoll und nützlich halte, mich Fragen der Umweltpolitik mithilfe von Modellen zu nähern. Nun möchte ich die dort gemachten Aussagen zum Potenzial der Modellierung sozial–ökologischer Systeme qualifizieren, indem ich auf ein paar ausgewählte Herausforderungen und Grenzen hinweise.

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Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 1: Potenzial

Hätte mich vor 3–4 Jahren jemand danach gefragt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Modellierung mal ein (wichtiger) Bestandteil meiner Forschung werden würde. Modelle, in denen menschliches Verhalten (im weitesten Sinne) eine Rolle spielt, stimmten mich immer skeptisch. Einer der frühesten Forschungsbereiche, mit denen ich mich auseinandersetzte, war die Klimaökonomik – und ich bin weiterhin der Meinung, dass ökonomische Klimamodelle (Integrated Assessment Models) grober Unfug sind. Da ich nun selbst angefangen habe, Modelle zu verwenden bzw. selbst zu modellieren, sehe ich mich manchmal gezwungen, dies vor mir selbst und vor Anderen rechtfertigen. Wann ist es denn sinnvoll, sozial–ökologische Systeme zu modellieren, und was ist dabei zu beachten?

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Eine Kritik globaler Politikanalysen

Es ist manchmal erstaunlich, was man als gestandene Wissenschaftlerin alles publiziert bekommt, und dazu noch in renommierten Zeitschriften. Ein Beispiel: ich bin mir sicher, wenn ich und ein paar meiner No-Name-Kolleg*innen Policy design for the Anthropocene geschrieben und bei Nature Sustainability eingereicht hätten, wäre das Manuskript nach kurzem Prozess abgelehnt worden.1 Vor allem zeigt dieses Paper aber sehr eindrucksvoll, warum Politikanalysen auf globaler Ebene (meist) keinen großen Sinn machen.

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