Moralische Signifikanz des Artensterbens: eine Diskussion

Ich komme in letzter Zeit nicht wirklich dazu, hier etwas neues zu schreiben; möchte aber zumindest eine sehr interessante Diskussion wiedergeben, die ich gestern auf Facebook hatte, die sich um die Frage der moralischen Signifikanz des Artensterbens drehte. Ausgelöst wurde sie durch den Washington-Post-Beitrag von R. Alexander Pyron, We don’t need to save endangered species. Extinction is part of evolution, den ich unterstützend geteilt habe. Hier eine anonymisierte und leicht bearbeitete Wiedergabe der Diskussion: Weiterlesen „Moralische Signifikanz des Artensterbens: eine Diskussion“

Die Ambivalenz des vermeintlich „natürlichen“

Als ich mich hier vor einer Weile über die Verwendung des Begriffs „natürlich“ im Naturschutzkontext ausgelassen habe, wies mich ein guter Freund darauf hin, dass ebendieser Begriff im Kontext politischer Debatten auch als „Herrschaftsinstrument“ verstanden werden kann. Es ging ihm um die Darstellung von „Heterosexualität, Geschlechterrollen oder andere[n] Verhaltensarten wie Egoismus“ als der Natur des Menschen entsprechend, und er fügte korrekt hinzu: „[d]er Naturbegriff wird hier also zu einer Legitimation von Herrschaftsverhältnissen. Der Status quo ist die Norm, man kennt die Welt auch nicht anders, deswegen sind jegliche Abweichungen Anomalien.“ Warum ich das so ausführlich zitiere? Weil ich von ebendiesem Freund ein Buch zum Geburtstag bekommen hatte, das mich kürzlich an diese Betrachtung des Begriffs „natürlich“ auf eine unerwartete Art und Weise erinnerte. Die folgende Diskussion verbindet gewissermaßen einige „non-ökonomische“ Motive meiner hiesigen Schreiberei. Weiterlesen „Die Ambivalenz des vermeintlich „natürlichen““