Die Ambivalenz des vermeintlich „natürlichen“

Als ich mich hier vor einer Weile über die Verwendung des Begriffs „natürlich“ im Naturschutzkontext ausgelassen habe, wies mich ein guter Freund darauf hin, dass ebendieser Begriff im Kontext politischer Debatten auch als „Herrschaftsinstrument“ verstanden werden kann. Es ging ihm um die Darstellung von „Heterosexualität, Geschlechterrollen oder andere[n] Verhaltensarten wie Egoismus“ als der Natur des Menschen entsprechend, und er fügte korrekt hinzu: „[d]er Naturbegriff wird hier also zu einer Legitimation von Herrschaftsverhältnissen. Der Status quo ist die Norm, man kennt die Welt auch nicht anders, deswegen sind jegliche Abweichungen Anomalien.“ Warum ich das so ausführlich zitiere? Weil ich von ebendiesem Freund ein Buch zum Geburtstag bekommen hatte, das mich kürzlich an diese Betrachtung des Begriffs „natürlich“ auf eine unerwartete Art und Weise erinnerte. Die folgende Diskussion verbindet gewissermaßen einige „non-ökonomische“ Motive meiner hiesigen Schreiberei. Weiterlesen „Die Ambivalenz des vermeintlich „natürlichen““

Problematische Begriffe des Naturschutzes, Teil 1: „natürlich“

Viele Diskussionen kranken oft daran, dass die in ihnen prominenten Begriffe ungünstig gewählt sind. Das ist in Naturschutz-Debatten nicht anders. Zwei zentrale Begriffe halte ich für besonders kritisch: das eine ist „natürlich“, und um dieses soll es heute gehen. Anschließend werde ich mir einen anderen Begriff vorknüpfen, der mit „natürlich“ in vielerlei Hinsicht eng verwandt ist, aber sogar noch problematischer: „(ein)heimisch“. Weiterlesen „Problematische Begriffe des Naturschutzes, Teil 1: „natürlich““