Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 2: Grenzen

Im vorherigen Beitrag habe ich versucht zu begründen, warum ich es (inzwischen) für sinnvoll und nützlich halte, mich Fragen der Umweltpolitik mithilfe von Modellen zu nähern. Nun möchte ich die dort gemachten Aussagen zum Potenzial der Modellierung sozial–ökologischer Systeme qualifizieren, indem ich auf ein paar ausgewählte Herausforderungen und Grenzen hinweise.

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Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 1: Potenzial

Hätte mich vor 3–4 Jahren jemand danach gefragt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Modellierung mal ein (wichtiger) Bestandteil meiner Forschung werden würde. Modelle, in denen menschliches Verhalten (im weitesten Sinne) eine Rolle spielt, stimmten mich immer skeptisch. Einer der frühesten Forschungsbereiche, mit denen ich mich auseinandersetzte, war die Klimaökonomik – und ich bin weiterhin der Meinung, dass ökonomische Klimamodelle (Integrated Assessment Models) grober Unfug sind. Da ich nun selbst angefangen habe, Modelle zu verwenden bzw. selbst zu modellieren, sehe ich mich manchmal gezwungen, dies vor mir selbst und vor Anderen rechtfertigen. Wann ist es denn sinnvoll, sozial–ökologische Systeme zu modellieren, und was ist dabei zu beachten?

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Für einen flexiblen und kontext-sensiblen Homo oeconomicus

Der Homo oeconomicus ist der Albtraum von Kritikern der Mainstream-Ökonomik. Er sei realitätsfern, maskulin, grundkapitalistisch, unethisch, amoralisch, myopisch und einiges mehr. Dieser der Paläoanthropologie unbekannte Vertreter der Hominiden gilt wahlweise als das Verhaltensmodell oder das Menschenbild der Mainstream-Ökonomik. Kaum ein Element des Theoriegebäudes Letzerer gilt in den Augen der Kritiker mehr abgeschafft als der arme Homo oeconomicus. Zu Recht? Weiterlesen „Für einen flexiblen und kontext-sensiblen Homo oeconomicus“

Economists vs. Economics by Dani Rodrik – Project Syndicate

Criticism of economics – for hubris, neglect of social goals beyond incomes, excessive attention to formal techniques, or failure to predict major developments such as financial crises – has usually come from outsiders, or from a heterodox fringe. But lately it seems that even the field’s leaders are unhappy.

Quelle: Economists vs. Economics by Dani Rodrik – Project Syndicate

Eine Lanze für den ökonomischen Imperialismus

Meine ersten beiden Beiträge auf diesem Blog (in seiner deutschsprachigen Version), die beide ursprünglich auf dem Wissenschaftsblog des UFZ veröffentlicht wurden, weisen eine Gemeinsamkeit auf. In beiden brach ich eine Lanze für Konzepte, von denen ich selbst nicht vollends überzeugt bin, die Kritik an welchen ich aber für völlig überzogen halte. Zeit, eine weitere Lanze zu brechen, diesmal für den „ökonomischen Imperialismus“. Weiterlesen „Eine Lanze für den ökonomischen Imperialismus“