Die Illusion der Befreiung von der Natur

Mein Arbeitgeber organisiert hin und wieder medienwirksame öffentliche Vorlesungen, genannt Helmholtz Environmental Lecture (HEL), zu denen bevorzugt prominente Redner aus dem Bereich Forschung und „Drumherum“ eingeladen werden. Kürzlich hatten wir das Vergnügen, uns einen Vortrag aus dem Bereich „Drumherum“ anzuhören – Matthias Horx war zu Gast, ein Publizist und Zukunftsforscher. Der Vortrag war eher mäßig und von ungesundem Technologie-Optimismus geprägt (relativ früh kam bei mir die Frage auf, wie lange es wohl dauern würde, bis das Ecomodernist Manifesto erwähnt wird – es hat eine Weile gedauert, aber meine Erwartung wurde nicht enttäuscht). Über diesen Technologie-Optimismus möchte ich heute schreiben – um genauer zu sein, möchte ich die implizite Hypothese anzweifeln, dass die Befreiung von den Zwängen der Natur durch Technologie eine tatsächliche Befreiung ist. Weiterlesen „Die Illusion der Befreiung von der Natur“

„Das kommt drauf an…“ oder Der Ökonomie Drang zur mathematischen Exaktheit

In einer Vorlesung irgendwann im Bachelor-Studium verkündete einer meiner Professoren uns Studenten (es ging um die ungedeckte und die gedeckte Zinsparität), dass wir gerade eine seltene Begegnung mit einem ökonomischen Modell hätten, das die Realität korrekt widerspiegele. Es war einer der wenigen Momente in meinem VWL-Studium, in dem ein Professor grundsätzliche Zweifel an der ökonomischen Theorie aufkommen ließ. Insbesondere an ihrer mathematisch feinen, doch oft realitätsfernen Seite. Weiterlesen „„Das kommt drauf an…“ oder Der Ökonomie Drang zur mathematischen Exaktheit“