Wer trägt die Verantwortung für die negativen Umweltwirkungen der Landwirtschaft?

Das Verursacherprinzip gilt gemeinhin als eines der wichtigsten Prinzipien der Umweltpolitik. Leider ist es wegen der komplexen Natur der meisten Umweltprobleme nur selten (wenn überhaupt) wirklich anwendbar. Die Landwirtschaft ist dabei ein hervorragendes Anschauungsobjekt.

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Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise

Vor knapp zwei Wochen hatte ich die Ehre, im Rahmen der von Students for Future organisierten Public Climate School einen Vortrag über Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise zu halten. Eingeladen wurde ich von S4F Halle, die sich in letzter Zeit vermehrt in Biodiversitätskrise als der weniger prominenten „Schwester“ der Klimakrise befassen. Den Vortrag kann man sich nun auf YouTube ansehen und anhören:

Auch zahlreiche weitere Vorträge wurden inzwischen online gestellt.

In other (related) news: der Verlag Routledge stellt die eBook-Version meines Buchs Economic Valuation of Biodiversity bis 14. Juni kostenlos zur Verfügung (LINK).

Was an den Leopoldina-Stellungnahmen problematisch ist

Angesichts der aktuellen COVID19-Krise haben Regierungspolitiker*innen auf allen Ebenen des deutschen föderalen Staates schwere Entscheidungen unter hoher Unsicherheit zu treffen. Kein Wunder, dass nicht alle Entscheidungen und Entscheidungsprozesse breite Zustimmung finden. Ebenso verständlich ist auch der hohe Bedarf nach Politikberatung und vielfältiger Expertise. Eine wichtige Quelle autoritätsbehafteter Politikberatung ist derzeit die Nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, die gestern ihre bereits dritte sog. Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID19-Krise veröffentlicht hat. Ich möchte nicht den Inhalt der Stellungnahme kommentieren; doch finde ich den dazugehörigen Prozess recht problematisch.

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Die Kunst der wissenschaftlichen Zusammenarbeit: Ko-Autor*innen

Wissenschaft, gerade Nachhaltigkeitswissenschaft, ist ein kollaboratives Unterfangen. Das trifft insbesondere auch auf das Schreiben von Publikationen zu. Daher ist es von erheblicher Bedeutung, dass man sich passende Kooperationspartner*innen und letztlich Ko-Autor*innen sucht, die nicht nur die notwendige Expertise mitbringen, sondern mit denen man auch gut klar kommt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man an die Ko-Autor*innen-Suche herangehen kann.

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Die Ackerbaustrategie 2035: sinnvolle Ziele, wenig Umsetzungsideen

Vor drei Wochen, kurz vor Weihnachten, präsentierte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, das Diskussionspapier zur Ackerbaustrategie 2035. Im Folgenden möchte ich eine Einschätzung dieser Strategie wagen, mit Fokus auf Agrarumweltfragen – die eine zentrale Rolle in dem Papier spielen.

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Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 2: Grenzen

Im vorherigen Beitrag habe ich versucht zu begründen, warum ich es (inzwischen) für sinnvoll und nützlich halte, mich Fragen der Umweltpolitik mithilfe von Modellen zu nähern. Nun möchte ich die dort gemachten Aussagen zum Potenzial der Modellierung sozial–ökologischer Systeme qualifizieren, indem ich auf ein paar ausgewählte Herausforderungen und Grenzen hinweise.

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